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Mixed & Virtual Reality Training für die Intensivmedizin

Die Anforderungen an Ärzt*innen und Pflegepersonal auf Intensivstationen sind hoch: In kritischen Situationen müssen sie komplexe Entscheidungen schnell, sicher und fehlerfrei treffen. Gleichzeitig erschweren Personalmangel, hohe Fluktuation und eine zunehmende Komplexität medizinischer Verläufe eine praxisnahe und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung.
Mit dem Einsatz moderner XR- und VR-Technologien möchte das Universitätsklinikum Münster neue Wege in der intensivmedizinischen Ausbildung gehen. Das Ziel besteht darin, realitätsnahe, interaktive Trainingsumgebungen zu schaffen, die das medizinische Personal gezielt auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Intensivmedizin vorbereiten.

Ziele des Projekts

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines hochrealistischen, interaktiven Intensivmedizin-Szenarios, das sowohl als Mixed-Reality- als auch als Virtual-Reality-Anwendung genutzt werden kann. Aufbauend auf der bewährten „Pulse Physiology Engine” sollen intensivmedizinische Behandlungspfade realitätsnah simuliert und für Ärzt*innen sowie Pflegepersonal gleichermaßen erlebbar gemacht werden.
Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, die Handlungssicherheit, fachliche Kompetenz und Entscheidungsfähigkeit des medizinischen Personals nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Qualität der Versorgung von Intensivpatient*innen zu verbessern und neue Maßstäbe für das digitale Training in der Universitätsmedizin in Deutschland zu setzen.

Ihre Ansprechperson

Markus Holling | Stellv. Direktor Klinik für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Markus Holling

Stellv. Direktor Klinik für Neurochirurgie

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Ihre Unterstützung zählt

Wie können Sie uns unterstützen?

Mit Ihrer Unterstützung möchten wir…

  • innovative XR- und VR-Trainingsformate für die Intensivmedizin entwickeln
  • realitätsnahe, sichere und wiederholbare Trainingsmöglichkeiten für Ärzt*innen und Pflegepersonal schaffen
  • medizinisches Personal gezielt auf kritische und seltene Notfallsituationen vorbereiten
  • die Aus- und Weiterbildung am UKM zukunftsfähig und praxisnah weiterentwickeln
  • langfristig die Sicherheit und Qualität der intensivmedizinischen Patientenversorgung stärken

 

Projektansatz: Weitere Informationen zum Projekt

Das Projekt verfolgt einen kombinierten Ansatz aus Mixed Reality (MR) und Virtual Reality (VR), um unterschiedliche Trainingsbedarfe flexibel abzudecken. Kern des Konzepts ist die “Pulse Physiology Engine”, die die realistischen physiologischen Reaktionen virtueller Patient*innen auf medizinische Interventionen simuliert.

In der Mixed-Reality-Variante werden reale intensivmedizinische Geräte wie Beatmungsgeräte, Überwachungsmonitore oder Infusionspumpen durch XR-Brillen digital ergänzt. Die Nutzer*innen arbeiten an tatsächlich vorhandenen Geräten und erleben unmittelbar die simulierten Auswirkungen ihrer Handlungen auf den Zustand der Patient*innen. Ergänzend dazu wird eine vollständig virtuelle Trainingsumgebung bereitgestellt, in der Patient*innen, Geräte und die Intensivstationsinfrastruktur digital abgebildet sind. In dieser VR-Simulation lassen sich komplexe intensivmedizinische Szenarien beliebig oft und ohne Risiko für Patient*innen trainieren.

Durch die Kombination beider Ansätze entsteht ein flexibles und skalierbares Trainingskonzept, das klassische Ausbildungsformate sinnvoll ergänzt und eine praxisnahe sowie moderne Aus- und Weiterbildung in der Intensivmedizin ermöglicht.