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Targobank spendet 350.000 Euro zur Unterstützung krebskranker Menschen und ihrer Familien
Es ist eine große Einzelspende für die noch junge Stiftung Universitätsmedizin Münster: Mit 350.000 Euro unterstützt die Targobank die Weiterentwicklung der Projekte „Jung mit Krebs“ sowie „Beratung für Kinder krebskranker Eltern“ – zwei der zahlreichen Projekte, in deren Rahmen die Stiftung Spitzenmedizin nachhaltig und weit über die Grundversorgung hinaus fördert. | lwi

Ende 2022 hat die gemeinnützige Stiftung Universitätsmedizin Münster (UMM) ihre Arbeit aufgenommen, um Forschungsprojekte sowie therapeutische und soziale Angebote zu fördern, die in den gängigen Finanzierungsstrukturen nicht vorgesehen sind. In gut zwei Jahren hat die Stiftung bereits viele Spenden von Privatpersonen und Unternehmen bekommen, die im Rahmen verschiedenster Projekte Fortschritte über die gesetzlich finanzierte universitätsmedizinische Grundversorgung hinaus ermöglichen.
Eine großzügige Spende hat kürzlich die Targobank geleistet, die insgesamt 350.000 Euro für zwei Projekte des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster am UKM (Universitätsklinikum Münster) bereitstellt. Die Projekte nehmen die Unterstützung von Familien mit krebserkrankten Eltern bzw. die Hilfe für junge Menschen mit Krebs in den Blick. „Diese große Spende ermöglicht es uns nun, die beiden wichtigen Projekte voranzutreiben und auszubauen. Neben den rein medizinischen Aspekten gehört nämlich auch eine professionelle soziale Unterstützung in gesundheitlich schwierigen Situationen zu unserem Selbstverständnis und den Zielen der Stiftung“, zeigen sich Prof. Hugo Van Aken, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, sowie Dr. Christian Lingg, Geschäftsführer, besonders dankbar für die Unterstützung.
Julia Görtz, Leiterin des im März 2025 neu eröffneten Backoffice-Standortes der Targobank in Münster, überreichte den symbolischen Spendenscheck jetzt gerne bei einem Besuch im UKM.
„Gesellschaftliches Engagement auch in Form von Spenden hat bei uns eine lange Tradition. Im Zuge der Neueröffnung möchten wir der Gesellschaft hier vor Ort etwas zurückgeben – lokal und ganz konkret. Gesundheit und Wohlergehen sind ein Schwerpunkt unserer Spendenstrategie – und die beiden Projekte für uns eine absolute Herzensangelegenheit.“
Prof. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ Münster, und Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ Münster, kennen die Sorgen und Nöte Betroffener aus ihrem Klinikalltag nur zu gut. Umso mehr freut die beiden der jetzt möglich gewordene Ausbau der Versorgung in diesem Bereich. „Es ist schön zu sehen, wie unmittelbar diese Spende genutzt wird und damit direkt in der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten und ihren Familien ankommt. Dadurch können wir innerhalb des WTZ auch über die medizinischen Aspekte hinaus eine Spitzenversorgung ermöglichen“, sagt Bleckmann.
Das Geld der in Düsseldorf ansässigen Bank fließt zum einen in das Projekt „Beratung für Kinder krebskranker Eltern“: Gerät das Familienleben aufgrund einer Krebserkrankung eines Elternteiles aus dem Gleichgewicht, besteht für betroffene Kinder und Jugendliche das Angebot, Unterstützung von einem psychoonkologischen Team zu erhalten. In Gesprächen bekommen sie ihrem Alter und Entwicklungsstand angepasste Hilfe, können ihre Sorgen loswerden oder Fragen klären, die sie innerhalb der Familie nicht stellen möchten. Aber auch der Austausch mit anderen Kindern, Geschwistern, oder den Eltern selbst wird angeboten. Die professionelle Unterstützung ermöglicht es, das Familiensystem in der Ausnahmesituation während einer Krebserkrankung zu stabilisieren. Da die Nachfrage bislang größer ist als die Kapazitäten, soll die Spende dabei helfen, das Programm langfristig allen Betroffenen anbieten zu können. Darüber hinaus sollen den Kindern und Jugendlichen durch zusätzliche Angebote wie Sportgruppen, Kreativnachmittage und Freizeitgestaltungen Räume gegeben werden, in denen sie sich austauschen, trotz der schwierigen Situation positive Erfahrungen machen und Resilienzstrategien entwickeln können.
Bei dem zweiten von der Targobank geförderten Projekt handelt es sich ebenfalls um die Weiterentwicklung eines bereits bestehenden Angebotes – „Jung mit Krebs“ bietet Krebspatientinnen und -patienten und ihren Familien Hilfestellung im Umgang mit der Diagnose Krebs an. Thematisch wird hierbei ein breites Feld abgedeckt – von Fragen nach einer Arbeitsunfähigkeit über soziale und finanzielle Belastungen bis hin zu Informationen rund um Rehabilitationsmöglichkeiten und Pflegebedarfe. Auch dieses Angebot ist derzeit schon sehr gut etabliert, kann aufgrund der hohen und steigenden Nachfrage aktuell aber nur einer begrenzten Zahl an Betroffenen zugänglich gemacht werden.
Mit dem Spendengeld sollen nun weitere personelle Ressourcen geschaffen werden. So soll eine Ansprechperson einerseits Betroffenen zur Verfügung stehen und die einzelnen Angebote des Projektes „Jung mit Krebs“ koordinieren, gleichzeitig aber auch neue Bedarfe und Verbesserungspotenziale erkennen und diese gemeinsam mit den Angebotsanbietern umsetzen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit und das enge Zusammenwirken mit Verantwortlichen aus dem WTZ stehen auf der Liste der Aufgaben. Das grundsätzliche Ziel: Jeder junge
Mensch mit Krebs soll in Münster auch jenseits der medizinischen Versorgung in psychosozialen Fragen eine maßgeschneiderte Betreuung erhalten.
